News
Ausstellungen
Künstler
Publikationen
m Extra
Kontakt
Impressum
zurück zur Übersicht Ausstellungsbilder   Pressetext   Press Release  


Gotthard Graubner
Piran II, 1986/87
Öl auf Leinwand auf Synthetikwatte auf Leinwand
190 x 190 x 10 cm

Vom 2. Mai bis 11. Juli 2015 präsentiert die Galerie m Malereien und graphische Werke von Gotthard Graubner (*1930 Erlbach, Sachsen). Seit seiner ersten Einzelausstellung in Bochum im Jahr 1977 ist das Werk des 2013 verstorbenen Malers fester Bestandteil des Galerieprogramms.

Bekannt ist er für seine Farbraumkörper, wie er seine „Kissenbilder“ selbst nannte. Sein Gesamtwerk umfasst ebenso Aquarelle und Radierungen, die in bedeutenden nationalen und internationalen Sammlungen, wie dem Museum of Modern Art in New York, vertreten sind.

Graubners voluminöse Farbraumkörper wie „Piran II“ (1986/87) machen den prominentesten Teil seines Werkes aus. In den siebziger Jahren begann er mit den formatfüllenden Unterfütterungen, nachdem er bereits mit kleineren wattierten Flächen innerhalb des Bildes gearbeitet hatte. Seine Auseinandersetzung mit Farbräumen geht jedoch bis in die späten fünfziger Jahre zurück. Die Ausstellung zeigt eine sehr frühe Malerei auf Leinwand von 1961, deren wolkig anmutende Farbflächen sich bereits über die gesamte Bildfläche erstrecken.
Von Beginn an beschäftigte sich Graubner auch mit zeichnerischen und druckgraphischen Techniken. In Bochum ist ein Portfolio von Aquatinta-Radierungen von 1976 sowie weitere Radierungen in leuchtendem Gelb und Orange von 2003 zu sehen. Die durch Ätzung der Metallplatte gestalteten Farbflächen druckte er mit der eigenen Tiefdruckpresse in seinem Atelier. Hierbei entstanden einige Portraits von Claus Goedicke, die Graubner bei seiner Arbeit an Aquatinta Radierungen zeigt. Die Radierungen entwickeln durch ihre nuancierten Hell-Dunkel-Bereiche eine räumliche Wirkung.

Allen Bildern ist eine räumliche Tiefe und die Suggestion von Bewegung und Dynamik durch Farbe gemein. Dabei sind Körperlichkeit und Räumlichkeit von zentraler Bedeutung. Graubner analysierte in unendlichen Variationen die Wechselwirkungen von Licht und Farbe. Der breite Entstehungszeitraum der einzelnen Werke in der Ausstellung verdeutlicht seine konzentrierte Auseinandersetzung mit Körper, Raum und Farbe als elementare Aspekte der Malerei.