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Norbert Kricke





In Düsseldorf wird Norbert Kricke am 30. November 1922 geboren.
Kricke ist nach seiner Ausbildung an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin unter Richard Scheibe, seit 1947 als freischaffender Künstler in seiner Heimatstadt tätig. Mit seinen ersten Raumplastiken, bestehend aus aneinandergeschweißten, dynamisch in den Raum ausgreifenden Metallstäben in gerader, gebündelter oder verknoteter Form, knüpft er Ende der 1940er Jahre an die Tradition der Konstruktivisten wie Naum Gabo und Antoine Pevsner an.

In der Galerie Ophir in München eröffnet Kricke 1953 seine erste Einzelausstellung. Öffentliche Präsentationen seines Oeuvres sind 1961 in der Ausstellung im Museum of Modern Art in New York, sowie auch dreimalig, 1959, 1964 und 1977, auf der documenta in Kassel und 1964 auf der 32. Biennale von Venedig zu sehen. 1956 entsteht zusammen mit John Anthony Thwaites die erste Niederschrift des Exposés "Forms of Water". Norbert Kricke gewinnt im darauf folgenden Jahr neben Robert Adams und Yves Klein den "Wettbewerb zur künstlerischen Gestaltung" des Neuen Stadttheaters Gelsenkirchen. In diesem Jahr ist der Künstler ebenfalls im "Salon des Réalités Nouvelles" in Paris vertreten.

Der Norbert Kricke erhält ab 1955 internationale öffentliche Aufträge wie z.B. die Ausführung einer großen Raumplastik am neuen Opernhaus in Münster (1955/56), die Ausgestaltung des neuen Staatstheaters Gelsenkirchen (1957), die Wassergestaltung für den Universitätsneubau in Bagdad (in Zusammenarbeit mit Walter Gropius, 1959) und die große Raumplastik vor dem County Museum of Art, Los Angeles (1965). 1964 übernimmt Kricke eine Professur für Bildhauerei an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf und wird ab 1972 für zehn Jahre zu dessen Direktor Norbert Kricke stirbt am 26. Juni 1984 in seiner Heimatstadt.