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Apolonija Sušteršič

Suggestion for the day

"Faszination für den Raum ist in meiner Arbeit hoffentlich genauso präsent, wie soziale Analyse und gesellschaftliche Kritik: mich interessiert das Befragen und Infragestellen kultureller und institutioneller Kontexte von Orten und Situationen, an und mit denen ich arbeite. Ich beginne immer mit einer detaillierten Recherche des spezifischen Felds, auf dem sich ein Projekt erstreckt. Ich schaue mir die aktuelle Situation vor Ort hinsichtlich politischer Themen und Probleme an. Indem ich mich aktiv in das soziale Geschehen involviere, entfaltet sich nach und nach ein kreativer Prozess, in dem Betrachter und Teilnehmer nicht mehr eindeutig voneinander unterscheidbar sind. Das Ergebnis ist nicht allein von analytischer Kritik durchdrungen, wie man es erwarten könnte, sondern entwickelt in sich bereits einen neuen Vorschlag für die Zukunft (wie auch immer naiv oder idealistisch). Ich möchte neue Möglichkeiten erproben und Angebote machen, die sich aus einem hybriden Standpunkt zwischen Architektur, Kunst und Design ergeben und diese Kategorien zugleich überragen. Soziale Verantwortung ist das Motiv, persönliches Bekenntnis und soziales Commitment eingeschlossen."
Apolonija Šušterši?, Community Research Office: Art Spaces and the Gentrification Process in East London
Revolver, März 2005
Showcase im MUSAC, Spanien 2013
Apolonija Šušterši? fragt in ihren Projekten danach, wie einzelne Menschen und die Gesellschaft in öffentliche Räume eingebunden sind. Wie werden wir in Zukunft zusammenleben und arbeiten? Welche Rolle spielen dabei Kunst und Architektur?
Šušterši?’ Arbeit bezieht sich auf den öffentlichen Raum und seine Funktionen, auf das soziale Umfeld desselben. Ihre Interventionen entwickelt sie am Ort, in entstehender Kommunikation mit den dort ansässigen, dort tätigen Menschen.
Ihr Kunstbegriff ist dem der sozialen Plastik sehr nahe, sie integriert ihre künstlerischen Interventionen mitten in alltägliche Zusammenhänge hinein. Ein neuer Ort, ein neuer Raum kann dabei entstehen, durch künstlerische, architektonische und ästhetische Eingriffe initiiert.
Café KAFIČ, 2010
2013 wurde Šušterši? vom MUSAC, Museo de Arte Contemporáneo de Castilla y Léon, Spanien, eingeladen, das Showcase im Eingangsbereich des Museums zu entwerfen. Diese Präsentationsplattform greift die Fassade des Auditorium in Léon auf und stößt Reflektionen über zeitgenössische Architektur und ihre Funktion in der Stadtplanung an.
Videostatement von Apolonija Šušterši?, 4'42''
Hustadt-Projekt
Bochum, Deutschland, seit 2008
Im Jahr 2010 hat Apolonija Šušterši? zusammen mit Meike Schalk das Café KAFI? in der Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leipzig neu gestaltet. Die Konzeption nimmt bei den verschiedenen Partnerstädten Leipzigs ihren Ausgangspunkt und orientiert sich an der arabischen Caféhaustradition. Die Struktur vereint die verschiedenen Funktionen des Ortes Café, das Museumscafé, Club, Veranstaltungsort und Treffpunkt verschiedener Szenen gleichermaßen ist. Das Café wird bis 2012 so zu sehen sein.
Zur Homepage der Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig
Garden Service, Projekt
Öffentliche Gärten, Edinburgh, 2007
Zwischen September 2008 und Frühjahr 2009 war Apolonija Šušterši? Artist in Residence der Stadt Bochum. Apolonija Šušterši? hat für den zentralen Brunnenplatz in der Bochumer Hustadt, der ehemaligen Universitätsrahmenstadt, den „Community Pavillon“ entwickelt, der zur Zeit gebaut wird.
Weitere Informationen über das Hustadt-Projekt
Apolonija Šušterši? über das Projekt
Blog des Hustadt Projektes

2007 führte Apolonija Šušterši? das Gartenprojekt Garden Service in Edinburgh durch.
Light Therapy, Projekt
Moderna Museet, Stockholm
Schweden, 1999
2003 organisierte Apolonija Šušterši? im Rahmen des Projekts Showroom / Meeting Room, Back Room eine Diskussion zur Realisierung eines Museums für zeitgenössische Kunst in Slowenien. Auch die Räumlichkeiten, in denen das Treffen unter anderem mit der slowenischen Ministerin für Kultur stattfand, wurden von ihr gestaltet.

1999 realisierte Apolonija Šušterši? das Projekt Light therapy für das Nordische Museum für zeitgenössische Kunst in Stockholm.