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Evelina Cajacob

Die Schweizer Künstlerin Evelina Cajacob (*1961 Sumvigt, Schweiz) arbeitet mit Zeichnungen auf Wand und Papier, Video und Installationen. Wahrnehmung und Zeit spielen in ihren Werken dabei eine bedeutende Rolle. So ist sie in den Prozess der filigranen und feinen Arbeiten mit eingeschrieben. Die Werke laden ein zum genausten Betrachten und übertragen so den Prozess der (künstlerischen) Arbeit auf Betrachtende. Mit der Reduktion auf einfachste Techniken und Materialien schafft die dennoch hoch komplexe Arbeit der Künstlerin Raum für Interpretation.
 
Il paun da Mintgadi (das tägliche Brot), 2011/12
Videoinstallation, Loop 7'53''
handgearbeitete Schale aus Gips

Videoinstallationen
In den Videoarbeiten Evelina Cajacobs wird das Flüchtige der Lichtprojektion geknüpft an im wahrsten Sinne des Wortes handfeste Handlungen: hier wird gefaltet, gewickelt und geknetet. In geduldiger Wiederholung führen die Hände ihre Arbeit aus, begleitet von dem gleichbleibend dezenten Geräusch der Finger, die über Wolle oder Stoff streichen.
Evelina Cajacobs Videoarbeiten wirken unmittelbar - nicht zuletzt durch ihre Präsentation, die durch die speziellen Projektionsflächen das virtuelle Geschehen in den Betrachterraum einbindet.

StoffTraum, 2015
Incrèsciar-LangeZeit?, 2013
HandArbeit II, 2012
Il paun da mintgadi (das tägliche Brot), 2011/12
Zeichnungen, 2013
Bleistift auf Papier
98 x 119 cm
Zeichnungen auf Papier
Evelina Cajacobs Zeichnungen bestehen aus Strichen, die oft nur wenige Millimeter lang sind. Zarte Schraffuren umreißen Konturen von pflanzlichen Strukturen oder schlängeln sich in knotenartigen, ewig transformierenden Schlaufen über Papiere.

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alles nichts besonders, 2018
Serie von 434 Zeichnungen, Ausstellungsansicht,
Farbstift auf Papier
je 29,7 x 21 cm
alles nichts besonders
Insgesamt 434 Zeichnungen erinnern an Schlaufen, Wellen, verschlungene Knoten in zarten Grau-, Rot- und Violetttönen die oft nur wenige Millimeter langen Striche auf das Papierdarstellen. Sie scheinen schwerelos. Dazu kommen erstmalig präzise ausgewählte Worte, die Fragen aufwerfen und dennoch dabei so leicht wirken wie die Zeichnungen selbst.

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Ohne Titel, 2014
Installation Galerie m, Bochum
Papier, Wachs
325 x 565 cm
Installationen
Evelina Cajacobs Installationen sind wie ihre Videoarbeiten und Zeichnungen geprägt von einer unaufdringlichen Leichtigkeit. Viel Aufmerksamkeit gilt den von ihr gewählten Materialien, die in den Installtionen für den Betrachter auf faszinierende Weise erfahrbar werden: Zarte Stoffe, feinste Fäden oder in Wachs getränktes Papier.

Weitere Informationen zu Ohne Titel, 2000 und 2014
Wandzeichnungen
Wahrnehmung und Zeit spielen in den Werken von Evelina Cajacob eine bedeutende Rolle. Linien schlängeln sich in biomorphen Formen oder zopf- und knotenartigen Gebilden über Wände und großformatige Papierbögen. Zeit ist in ihnen eingeschrieben: als konzentrierter Prozess ihrer Entstehung oder als temporär angelegte Wandzeichung, die nach ihrer Ausstellung wieder im Lauf der Zeit verschwindet.
Die zarten Bleistift- und Farbstiftzeichnungen auf der Wand beziehen sich oft auf den Raum und das Umfeld, in dem sie entstanden sind. Ihre Unmittelbarkeit ist unprätentiös und von einer Leichtigkeit, die nachdenklich macht.

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mehr Informationen zur Serie 1-52