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Simone Nieweg | Bäume


Kopfweide, Holterhöfe, Krefeld, 2012

Vom 20. Februar bis zum 6. Mai 2015 zeigt die Galerie m Bochum Bilder von Bäumen und Wäldern der Düsseldorfer Fotografin Simone Nieweg (*1962 Bielefeld). Die Werkauswahl ermöglicht erstmals einen konzentrierten Blick auf dieses serienübergreifende Thema.

In Niewegs Bildern entpuppt sich der Baum als facettenreiches Sujet; er erscheint solitär, eng zusammenstehend auf Waldlichtungen, als Nutzpflanze oder, wie bei den Weiden am Niederrhein, als charakteristisches Landschaftselement einer Region.
Ebenso facettenreich lenkt Nieweg in ihren Fotografien den Blick des Betrachters. In Werken wie Apfelbaum in Uhingen wählt sie enge Ausschnitte, sodass die Baumkrone mit ihrer organisch-ornamental anmutenden Struktur aus Ästen, Zweigen und Blättern in den Fokus rückt. Durch den Bildausschnitt und den Blickwinkel wähnt sich der Betrachter unmittelbar unter diesem feingliedrigen Dach.
Andere Bäume, wie die Eichen in Holterhöfe bei Krefeld, rahmen den Ausblick auf eine dahinter liegende, weitläufige Landschaft. Die Bäume erscheinen hier wie in der klassischen Malerei als so genannte Repoussoirs. Diese werden verwendet, um durch die Betonung von Vorder- und Hintergrund die Tiefenwirkung des Bildes zu intensivieren. Immer wieder gleitet der Blick in die Ferne und zurück zu den kleinsten Details der Gräser und Baumrinden im Vordergrund.

Simone Nieweg erkundet nicht nur ihre unmittelbare Umgebung, den Niederrhein, sondern fotografiert immer wieder auch auf Reisen. Dabei untersucht sie insbesondere die spezifischen Lichtverhältnisse der Landschaften - im dichten Wald des Mittelgebirges, wo durch die alten, hohen Fichten das Licht nur noch diffus auf den vermoosten Boden fällt, unter der prallen kalifornischen Sonne zwischen Zitronen und Avocados oder auf dem trockenen Boden der Pinienwälder in der französischen Provence.